Mühlhausen. Sanfte Fäden, leise klappernde Holzklöppel und viel Geduld – das Klöppeln zeigt, wie lebendig echte Handarbeit noch immer ist. Was auf den ersten Blick leicht wirkt, erfordert Konzentration, Rhythmus und ein gutes Gefühl für Muster. Grundlage ist ein Klöppelbrief, auf dem das gewünschte Motiv vorgezeichnet ist. Entlang der Linien werden Nadeln in ein Klöppelkissen gesteckt. Zwischen diesen Nadeln führen die Klöpplerinnen feine Leinen-, Baumwoll- oder Seidengarne. Mit hölzernen Klöppeln werden die Fäden gekreuzt und gedreht, bis sich winzige Knoten, Bögen und Netze zu zarter Spitze verbinden. So entstehen Bordüren, kleine Schmuckstücke oder kunstvolle Deckchen – jedes davon ein Unikat, das viele Stunden konzentrierter Arbeit enthält. Wer die Technik kennenlernen möchte, findet im offenen Klöppeltreff in der Pfarrgemeindescheune Mühlhausen, Hauptstraße 6, die besten Voraussetzungen.
Jeden zweiten Dienstag im Monat um 19.00 Uhr, treffen sich dort Anfänger und Fortgeschrittene, tauschen Muster, Garne und Erfahrungen aus. Unter fachkundiger Anleitung kann jeder die ersten Schritte ausprobieren, eigene Werke präsentieren und die meditative Ruhe dieser traditionsreichen Handarbeit entdecken. So bleibt ein wertvolles Kulturgut lebendig und begeistert. Bei Interesse gerne vorbeikommen oder melden unter Tel. 09548/980946.