Winnämer Lädla hat seine Türen geöffnet
Burgwindheim. Es ist Montagmorgen am Burgwindheimer Marktplatz. Eine Kundin greift nach einem noch warmen Brötchen, lässt den Blick über die ordentlich bestückten Regale schweifen und nickt zufrieden. Der Duft von frischen Backwaren liegt in der Luft, hinter der Theke wird freundlich gegrüßt. Was für viele ein ganz alltäglicher Einkauf ist, war in Burgwindheim lange nicht mehr möglich: Mit der Eröffnung des Winnämer Lädlа hat der Ort nach mehreren Jahren wieder einen eigenen Lebensmittelladen.
Bereits 2019 hatte der letzte Lebensmittelmarkt geschlossen. Nun, gut fünf Jahre später, ist die Versorgung zurück – mitten im Ort, direkt am Marktplatz. Untergebracht ist das Winnämer Lädla in einem hübschen historischen Fachwerkhaus, das zuletzt ein Haushaltswarengeschäft beherbergte. Dessen Betreiber und zugleich Hausbesitzer stehen voll hinter dem Projekt und unterstützten die Umsetzung von Anfang an tatkräftig.
In den vergangenen Wochen wurde das Gebäude umfassend renoviert und umgestaltet. Was dabei entstand, ist vor allem eine Gemeinschaftsleistung: Zahlreiche Burgwindheimer Handwerker und Helfer packten ehrenamtlich mit an. Sie zogen Wände hoch, legten Fußböden, montierten Lampen, beklebten Regalflächen, räumten Waren ein und brachten den Laden schließlich auf Hochglanz.
Große Unterstützung erhielt das Projekt auch von Seiten der Gemeinde und von Bürgermeister Johannes Polenz. Aus den Reihen des Gemeinderats wurde mit großem Engagement die Koordination der Arbeiten übernommen, zudem leisteten einige Mitglieder in den vergangenen Wochen einen erheblichen Arbeitseinsatz vor Ort. Bürgermeister Polenz sagte bei der Eröffnung: „Ich wünsche mir, dass der neue Dorfladen ein Anlaufpunkt für Jung und Alt und eine Bereicherung für die gesamte Gemeinde darstellt.“
Betrieben wird das Winnämer Lädla von Leonard König, der bereits in Donnersdorf einen kleinen Dorfladen führt. Sein Konzept setzt auf lange Öffnungszeiten und moderne Technik: Geöffnet ist täglich von 5:00 bis 24:00 Uhr. Bis 13:00 Uhr ist Personal vor Ort, danach erfolgt der Zugang sowie die Bezahlung unkompliziert per EC-Karte.
Das Sortiment umfasst rund 1200 Artikel und deckt den täglichen Bedarf ab. Neben Lebensmittel gibt es auch eine Auswahl an Haushaltswaren. Morgens locken Brot und Brötchen, zur Mittagszeit ergänzt eine heiße Theke das Angebot.
Der Andrang zur Eröffnung am Samstag war groß. Ab Mittag wurde mit Sekt und Gebäck gefeiert, später sorgten die Kerwasburschen und -madli für die weitere Bewirtung. Pater Janusz spendete dem Laden den kirchlichen Segen. Viele Bürgerinnen und Bürger nutzten die Gelegenheit, sich selbst ein Bild zu machen – und die Neugier hält an. Auch in den ersten Tagen nach der Eröffnung war der Laden gut besucht. Mit dem Winnämer Lädla ist nicht nur eine Versorgungslücke geschlossen worden. Entstanden ist ein neuer Treffpunkt, der zeigt, was möglich ist, wenn ein Ort gemeinsam anpackt.